Unglaubliches Comeback: TuS Vinnhorst dreht Krimi in Wilhelmshaven
- Redaktion

- 15. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Der TuS Vinnhorst hat in einem echten Handball-Krimi beim Wilhelmshavener HV Moral bewiesen und einen zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand aufgeholt. Am Ende stand ein dramatischer 32:31-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel – der vierte Erfolg in Serie in fremder Halle.
Schwieriger Start und deutlicher Rückstand
Die Gastgeber erwischten den besseren Beginn. Bereits in der 10. Minute erhöhte Okke Dröge auf 7:3 für Wilhelmshaven. Der WHV war von Beginn an präsent, agierte variabel im Angriff und fand immer wieder Lösungen gegen die Vinnhorster Defensive.
Co-Trainer Torge Johannsen sprach nach dem Spiel davon, dass seine Mannschaft nur schwer in die Partie gefunden habe. Zudem lobte er WHV-Coach Christian Köhrmann, der sein Team hervorragend eingestellt habe.
Bis zur Pause konnten die Hausherren ihren Vorsprung weiter ausbauen – mit einem 19:13 ging es in die Kabinen.
Kampfgeist in Halbzeit zwei
Nach dem Seitenwechsel zeigte der TuS Vinnhorst ein anderes Gesicht. Schritt für Schritt arbeiteten sich die Vinnhorster heran. Besonders Mait Patrail und Maurice Lungela übernahmen in der Schlussphase Verantwortung, trafen wichtige Entscheidungen und brachten Struktur ins Spiel. Beide kamen am Ende auf 7 Treffer.
In der 51. Minute wurde es dann turbulent: Jannes Hertlein sah die Rote Karte – eine Szene, die die ohnehin hitzige Partie noch einmal anfachte und die heiße Schlussphase einleitete.
Crunch-Time mit Herzschlagfinale
Die letzten Minuten waren nichts für schwache Nerven. Beide Teams ließen Chancen liegen, der WHV verpasste mehrfach die Vorentscheidung, während der TuS sich Tor um Tor herankämpfte.
In der 59. Minute war es schließlich Oliver Sigurd Nielsen, der mit seinem Treffer zum 31:30 die erste Führung für die Vinnhorster seit der Anfangsphase erzielte. Doch Wilhelmshaven antwortete schnell – Duncan Postel glich rund 40 Sekunden vor dem Ende zum 31:31 aus. Postel war mit 11 Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft.
Cheftrainer Lars Lehnhoff nahm die letzte Auszeit, stellte den finalen Angriff ein. Der TuS spielte geduldig die Überzahl aus, der Ball lief sicher durch die Reihen – und schließlich kam Maurice Lungela frei zum Wurf. Sicher verwandelte er zum 32:31-Endstand.
Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Mannschaft stürmte aufs Feld und feierte ein Comeback, das in Erinnerung bleiben wird.
Stolz auf Moral und Mentalität
Torge Johannsen zeigte sich nach dem Spiel sichtlich erfreut: Nach einem solchen Rückstand zurückzukommen und in einem schwierigen Auswärtsspiel gegen stark spielende Wilhelmshavener noch zu gewinnen, sei alles andere als selbstverständlich.
TuS Vinnhorst: Renke Rohrweber (2), Leo Zink (3) , Maurice Lungela (7/3), Dominik Kalafut (5), Yannik Müßner, Julius Hinz, Ivo Petkov, Mathieu Fenyö (1), Oleksii Tomashevskyi, Oliver Nielsen (2), Mait Patrail (7), Jonas Gertges (5), Torge Johannsen, Nikolay Petrov, Glenn-Louis Eggert



Kommentare